Gedichte des Monats

2022- Gedichte des Monats

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April 2022 – Krieg in der Ukraine

 

Aufrüstn

 

Was is des für a Zeit?

Was bringt d Menschn so weit,

dass jeder iatz

AUFRÜSTN schreit

 

und de Welt mit vie Geld

grad no Kriagsgerät bstellt,

weil a krankhafts, bös‘ Hirn

a freis Land bombardiert

und ma deshoib den Glabm

an des Guade verliert?

 

Was is des für a Zeit,

wo s Unrecht

laut himmewärts schreit?

Was is des für a Lebm?

Min Fried‘n liegst heit

voi danebm.

 

S is schad, dass ma s Lebm

und de Liab kaam no gspürt,

weil jedn Tag irgendwas

Grausams passiert.

 

I möcht liabm, i möcht lebm

möglichst sorglous und frei.

Werds des oiss nimma gebm,

is des oiss iatz vorbei?

 

I hoff, s kimmt de Zeit

und ma konns wieder wagn

und ma traut si aufs Nei

des Wort ABRÜSTUNG sagn.

Eigenheiten der bairischen Sprache


Was des bedeit

 

De zwee, des san zwoa Mannerleit,

de zwoo, des san zwoa Weiberleit,

de zwoa, san zwoa verschiedne Leit,

oa Mannerleit, oa Weiberleit.

 

Iatz woaß du, was bei insre Leit

de zwee, de zwoo, de zwoa bedeit.

Antikriegsgedicht - Ukraine 2022


Wann d‘ Stoana schrein

 

Stoa auf Stoa

auf’nandergschicht‘

mit so vie Müah und Fleiß

 

Stoa auf Stoa

mit Mörtl gfugt

de Mauern tränkt mit Schweiß

 

Stoa auf Stoa

denn aus de Stoa

soit Schutz und Hoamat wern

 

Stoa auf Stoa

und endlich konnst

aus Häuser Lachn hörn

 

 

A Kriag bricht aus

und Haus um Haus

zerbombt, zerstört, zerfoin

 

Wo Stoa auf Stoa glegn

liegt koa Stoa

koa Stoa mehr auf dem andern

 

Schutt und Aschn

Trümmerfeld

de Stoana tränkt mit Bluat

 

Da schrein de Stoa

verzweife(l)t auf:

Mia san zwar hoart, mia Stoa

 

Stoahoart san mia

doch mia san zfoin

denn härter is da Mensch

Kinder und Enklkinder


Ob Kinder oder Enklkinder,

san oisand gsessn auf meim Schouß.

Es hat ma taugt, doch woaß i heit,

da Unterschied is riesngrouß.

 

Mit Kinder steht ma in da Pflicht,

da fangan d Sorgn erst richtig o.

Mit Enkl lafts meist unbeschwert,

scho, weil ma s wieder „zruckgebm“ ko.

 

An Nachwuchs auf seim Weg begleitn

is schee, doch manchmoi nit ganz leicht.

Oft schwankt ma zwischen „soin und müaßn“

und zwischn „sicher und vielleicht“.

 

Ja, bei de Kinder is ma sicher,

Erziehung, Bildung soitn s kriagn.

Vie lockrer nimmt mas bei de Enkl,

de derf ma ab und zua verziagn.

 

De Kinder san dei „Pflichtprogramm“.

Dass sie was wern - da kämpfst dafür.

Dann d Enkln - iatz hast freie Hand,

de Enklkinder san de „Kür“,

 

de Enkl san „a lockre Kür“.

Da Fernseher friert

Diagnose - Krebs

A Kind wann flennt

2021 - Gedichte des Monats

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Im neien Joahr

A Stern

Da Advent

A eisigs Gwand

I möcht goar nit passn

Is des mei Welt?

De Liab duad guad

Rafft oiss zamm

A so a Freid

A greans Mantei

Was da Mensch nit ko

Kreislauf?

Nach dem Krieg: Rechter Arm amputiert, linke

Körperseite 10 Jahre bis zu seinem Tod gelähmt.


Vata

Vata unser, warum


Wia si oiss draht

Außeschrein

De Berg - mei Dahoam

Was Bessers

Weil er a Puppn tragt

Dro gla(u)bm


Biblwort und Größnwahn

I mag nit

Mit dir

 

Überschrittn?

2020 - Gedichte des Monats

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Was ma braucht

Weihnachtsfriedn

Des kimmt nit infrage

Woik und Stoa

Grouße Augn

I mag no nit

Gipfeglück

Erinnerungen


Sophia   (3 Jahre)

Michi   (1 ½ Jahre)

Schwoarze Vögl

Mach s Beste draus

S Weiterlebm

S Ewige Lebm

Mei grouße Liab


Früahling am Berg

Ab und zua

Nach Corona

Corona

Mei Zeit am Berg

Oiss hat sein Preis

Überlebm

Schnäppchen

D Leit re(d)n vie